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Was unterscheidet eigentlich Honigbiene und Wildbiene?

In unserem Projekt engagieren wir als Imkerinnen für alle Bestäuberinsekten. Das sind zum Beispiel: Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. Die Honigbiene haben wir als Stellvertreterin für die gesamte Flotte ausgewählt, weil sie jeder kennt, sie positiv besetzt ist und auch mit unserer Kulturgeschichte eng verwoben ist. Als Imkerinnen und Imker wissen wir, dass die Honigbiene ein Nutztier ist.

So lebt die Honigbiene

Die Honigbiene lebt in Völkern mit bis zu 60.000 Bienen. Man nennt diese Bienenvölker auch Superorganismen. Sie kommunizieren miteinander, sie gehen arbeitsteilig vor, sind anpassungsfähig und können sogar strategisch handeln. Als Volk ist ein Bienenvolk unsterblich, da es sich immer wieder neu selbst generiert. Ist eine Königin weg, machen sich die anderen Bienen eine neue und leben dadurch weiter. Die Bienenvölker sind sehr stark, weil sie eine hohe Reproduktionsrate haben und Vorratshaltung betreiben, indem sie Honig für den Winter einlagern. Der Honig dient den Bienenvölkern als Nahrung für sich selbst und Sicherung der Existenz im Winter. Sie füttern damit die Drohnen und die Königin, und alles, was sie an Energie insgesamt verbrauchen, holen sie aus dem Honig. Honigbienen können bis zu 8 km weit fliegen.

80% der Nutzpflanzen müssen bestäubt werden. Allein in Deutschland erwirtschaftet die Honigbiene 2 Mrd. Euro jährlich.

Das macht die Wildbiene zur Wildbiene

Eine Wildbiene lebt solitär. Sie bildet also kein Volk. Sie ist eine Einsiedlerin und gräbt Gänge in den Boden oder in die Stengel der Wildbienenhotels, um ihre Eier abzulegen. 70% ihrer Lebenszeit verbringt die Wildbiene also im Boden oder in der Kammer eines Wildbienenhotels. Diese Zeit dient der Metamorphose vom Ei zu einem lebenden Insekt.

30% der Bestäubungsleistung unserer Nutz- und Wildpflanzen garantieren die Wildbienen. Sie produzieren keinen Honig und sind häufig auf eine bestimmte Blüte angewiesen. Ihr Flugradius ist mit 300m eher klein, daher brauchen sie andere Lebensbedingungen als Honigbienen. Sie sind also auf eine Umgebung angewiesen, die das an Nahrung und Schutz bietet, was sie zum Überleben brauchen.

Für den Nachwuchs brauchen Wildbienen Pollen. Diese Pollen stammen häufig von einer einzigen Pflanze. Deshalb ist es für die Wildbiene so wichtig, dass es bestimmte Blumen noch gibt. Den Nektar für ihren eigenen Energieverbrauch kann sie allerdings aus allen Blüten nutzen.

Für die Artenvielfalt sind Wildbienen besonders wichtig!!! Wenn es die Wildbienen nicht mehr gibt, gibt es viele Tiere nicht mehr, die sich von ihnen ernähren. Und es gibt viele Pflanzen nicht mehr, von denen die Wildbienen sich ernähren. Das ist ein Teufelskreis, aus dem wir die Wildbienen nur retten können, indem wir sie als Spezies retten.

Was den Wildbienen hilft, ist gleichzeitig auch gut für die Honigbienen. Das Insektensterben ist von Menschen verursacht – und nur wir können es auch wieder ändern. Jeder muss dafür bei seinem eigenen Verhalten anfangen.

Also: Verändere Dein Verhalten!

HonigConnection macht nachhaltig mobil für den Insektenschutz.
Wir setzen auf das Lernen von und mit den Bienen.