Höchster Imkerpreis „Apisticus des Jahres“ geht 2019 an Bundesumweltministerin Svenja Schulze

Passend zum Tag des Artenschutzes am 3. März wurde Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt und Naturschutz die höchste Auszeichnung zuerkannt, die es hierzulande unter Bienenfachleuten und –freunden überhaupt gibt: den Apisticus-Preis der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und dessen Förderverein Apis e. V.

Er wird alljährlich im Rahmen der Imker-Fachmesse Apisticus-Tag an Menschen vergeben, die sich im besonderen Maße um die Forschung und den Schutz der Bienen verdient gemacht haben. HonigConnection begrüßt diese Auszeichnung und gratuliert daher unserer Bundesumweltministerin sehr herzlich. Svenja Schulze hat mit ihrem Aktionsprogramm „Insektenschutz“ von 2018 eine große Breitenwirkung in der Gesellschaft erzielt. Wir finden, dass die Imkerschaft damit ein klares Signal an den Naturschutz sendet, gemeinsam für den Schutz und den Erhalt der Bestäuberinsekten und die Artenvielfalt zu kämpfen. Denn nur mit vereinten Kräften können wir den weiteren Insektenrückgang verhindern. Auch Thomas Klüner vom Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker bestätigte in seiner Laudatio die Breitenwirkung des BMU-Aktionsprogramms, das schon jetzt zahlreiche Menschen und gesellschaftliche Schichten zu einem bewussteren Wahrnehmen des Artenschwunds aktiviere und zur Hilfe motiviere.

„Natürliche Vielfalt – gesunde Bienen“ lautete das Motto des 28. Apisticus-Tag der Landwirtschaftskammer NRW. Die Fachtagung mit Bienen- und Imkermesse, tagte dieses Jahr erstmalig im neuen Congresszentrum in Münster und zog am Karnevalswochenende mehrere Tausend Bienenhalter und Immenfreunde an. Mit 142 Ausstellern aus 14 Ländern und 8000 Quadratmetern Ausstellungsfläche war die Messe ein Besuchermagnet. Immerhin rund 15 000 Bienenfreunde pflegen allein in NRW etwa 95 000 Bienenvölker, Tendenz steigend. Die Vereine verändern sich – werden weiblicher und auch jünger. In Schulen und urbanen Wohnquartieren ist eine Zunahme an Jungimkern zu verzeichnen. Wir können das nur bestätigen! Den Menschen geht es nicht mehr nur um den Honigertrag. Wer imkert, betrachtet auch seine nähere Umgebung mit anderen Augen. So sorgen Imker für eine artenreiche, heimische Bepflanzung um ihre Bienenvölker herum. Das nützt nicht nur ihren Honigbienen. Es hilft vor allem den Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen in unseren privaten und öffentlichen Grün. Zahlreiche Messe – Besucherinnen und Besucher kamen an unseren Stand und informierten sich über regionale Saaten und Methoden, die den Tieren Nahrung und Lebensraum auf dem Balkon, der Terrasse und im Garten bieten.