Bienen für den Frieden

Zwischenruf – der politische Gottesdienst

Am 6. Mai fand in der Kölner Christuskirche am Dorothee-Sölle-Platz ein ungewöhnlicher Gottesdienst statt. Statt Brot erhielt jeder der Besucherinnen und Besucher einen Löffel voll Honig als Gabe gereicht. Das Thema „Bienensterben“ hatten sich Pfarrer Christoph Rollbühler und sein Team diesmal für den „Zwischenruf“, einem politischen Format des Gottesdienstes ausgesucht.

Da HonigConnection sich auch bei der interreligiösen Naturschutzwoche beteiligt, die Anfang September 2018 erstmalig in Deutschland, dazu noch in Köln stattfinden wird, informierten wir über den dramatisch hohen, weltweiten Rückgang der Bestäuberinsekten. Wir sprachen über den Verlust von Lebensraum für Bienen, Schwebfliegen und Schmetterlingen und natürlich auch darüber, was jeder und jede von uns für die Insekten tun kann. „So wie Bienen über Grenzen hinweg fliegen können, erleben wir diesen Artenschwund jetzt auch über die Grenzen hinweg. Und eben auch über Glaubens- und ideologische Grenzen. Das Sterben der Tiere ist weltweit und geht uns alle an“, erläuterte mitreißend Dr. Carrie Dohe, die Organisatorin der Naturschutzwoche.

Bereits Ende April hatte Iris verschiedene religiöse Gemeinschaften beim Bau von Hochbeeten begleitet. In der Werkstatt der Ehrenfelder Jugendhilfe Köln e.V. waren Blumenkästen entstanden, die nun vor die jeweiligen Gemeindehäuser gestellt und mit allerlei Wildkräutern und Nektarpflanzen bestückt werden.

Auf die Gottesdienstbesucher wartete nach dem „Zwischenruf“ ein ebensolches Hochbeet darauf, vielfältig bunt bepflanzt zu werden. Geplant ist es, dieses und die anderen Beete dann in der ersten Interreligiösen Naturschutzwoche im September bei einer Pilgerfahrt aufzusuchen und auf (sicherlich) eifrigen Insektenbesuch zu testen.